Wahl zum Vogel des Jahres 2023

Vogel des Jahres 2023 - Wahlphase

Deutschland wählt erneut den „Vogel des Jahres“

Seit 1971 küren der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV) den „Vogel des Jahres“. Die Aktion ist inzwischen ein Klassiker, der zahlreiche Nachahmer gefunden hat – vom „Baum des Jahres“ bis zum „Höhlentier des Jahres“. Jedes Jahr verkündet der NABU im Oktober den neuen Star unter den Vögeln für das Folgejahr. Bis ins Jahr 2021 wurde er immer von einem Gremium aus Fachleuten gewählt, doch inzwischen läuft die Wahl anders ab: Die gesamte Bevölkerung in Deutschland kann mit entscheiden, wer der nächste „Vogel des Jahres“ wird. Deine Stimme zählt!

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Ab dem 2. September den Vogel des Jahres 2023 wählen!

Bei der dritten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres gehen fünf Kandidaten ins Rennen. Diese stellen wir euch im Folgenden vor:

Kandidat Braunkehlchen

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#1 - Braunkehlchen

  • ca. 13 cm groß
  • Gefieder: Unterseite weißlich mit rahmfarbener Kehle, Oberseite fleckig bis streifig
  • europäisches Brutgebiet
  • Winterquartier im subtropischen Afrika
  • Nahrung: Insekten und deren Larven, Spinnen, kleine Schnecken und Würmer
  • Bewohner strukturreicher Wiesen & Weiden, leidet daher sehr unter der Nutzungsintensivierung unserer Kulturlandschaft
Kandidat Neuntöner

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#2 - Neuntöter

  • spießt Insekten, kleine Vögel oder Mäuse auf Dornen oder spitze Zweige auf, daher der Name
  • falkenähnlicher Oberschnabel (wie bei Greifvögeln mit einem Falkenzahn versehen)
  • Nahrung: Insekten, Käfer, Heuschrecken, Grillen, auch Kleinsäuger (Feldmäuse & Jungvögel)
  • reduzierte Anzahl geeigneter Brutplätze und schwindendes Nahrungsangebot mindern den Bestand
  • bewohnt trockene und sonnige Landstriche mit ausgedehnten Busch- und Heckenbeständen
Kandidat Teichhuhn

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#3 - Teichhuhn

  • etwa taubengroß mit bunter Färbung
  • grauschwarzer hühnerähnlicher Körper mit olivbrauner Oberseite
  • Augen, Stirnschild und Schnabel (Spitze gelb) sind rot gefärbt
  • lange grüne Beine und Zehen mit rotgelbem Ring am Fersengelenk
  • bevorzugt die Deckung an der Ufervegetation
  • ernährt sich von Samen und Früchten der Wasserpflanzen, Grasspitzen, Insekten und Weichtieren
Kandidat Trauerschnäpper

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#4 - Trauerschnäpper

  • afrikanisches Winterquartier
  • stark vom Klimawandel betroffen und dem damit verbundenen Nahrungsmangel
  • brüten sie gern in Spechthöhlen
  • Trauerschnäpper benötigen Nistkästen mit einem Durchmesser von 32 Millimeter
  • bevorzugter Lebensraum sind Mischwälder
Kandidat Feldsperling

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#5 - Feldsperling

  • Merkmale: braune Kappe, schwarzer eckiger Fleck auf weißer Wange
  • Standvogel und somit das ganze Jahr bei uns anzutreffen
  • besiedelt bevorzugt die offenen und halboffenen Landschaften des ländlichen Raums
  • befindet sich auf der Vorwarnliste
  • leidet unter Nahrungsknappheit aufgrund von Insektenschwund durch die Agrarlandschaft (hoher Pestizideinsatz)
  • findet immer seltener Strukturen, wo er sein Nest bauen kann

 

Abstimmen kann jeder und jede in ganz Deutschland unter www.vogeldesjahres.de. Der Kanditat, der bis Ende Oktober die meisten Stimmen sammeln konnte, wird ab Januar 2023 seinen Titel als Vogel des Jahres antreten und den Wiedehopf von seinem Thron stoßen!

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Der amtierende Vogel des Jahres - der Wiedehopf!

Bei der öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres 2022 hat sich der Wiedehopf deutlich durchgesetzt. Der auffällige Vogel wurde schnell zum Favorit der Wähler*innen und ließ die anderen Kandidaten weit hinter sich. Doch was macht unseren Vogel des Jahres so besonders? Erfahren Sie mehr zum Vogel-Punk mit dem langen Schnabel:

Der Wiedehopf (Upupa epops) war im 19. Jahrhundert ein gebietsweise häufiger Vogel, ist heute jedoch gefährdet in Deutschland. Weil ihm Nahrung und Lebensräume fehlen, gibt es nur 800 bis 950 Brutpaare. In der Roten Liste der Brutvögel gilt die Vogelart deshalb als gefährdet (Kategorie 3). Doch es gibt Hoffnung: Mitte der 1990er-Jahren wurden nicht einmal 300 Brutpaare gezählt – der Bestandstiefpunkt der vergangenen Jahrzehnte. Seitdem wächst ihre Zahl. Mehr erfahren beim Gewinner-Portrait auf der Seite des NABU.